#15 Braucht man Reporting in Projekten und wenn ja, wieviel?

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Erfahren Sie in dieser Episode, was gutes Projektreporting ausmacht. Von seinen Erfahrungen, Aufwand und Nutzen in Balance zu halten und mit gesundem Pragmatismus doch ein kontinuierliches Reporting zu erzielen, berichtet Armin Süsser.


Gast der Episode:
Armin Süsser ist Mitglied der Geschäftsleitung von Corivus. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Management komplexer IT-Systemeinführungen. Seine Beratungsschwerpunkte sind Turnaround Management in kritischen, häufig bereits havarierten Projekten, Etablierung praktikabler Hybridmodelle zwischen V-Model und Scrum sowie Dienstleistersteuerung und Projektcontrolling.

Die aktuelle Episode nimmt die Frage „Braucht man Reporting in Projekten und wenn ja, wieviel?“ ins Brennglas.

Ja, Projektreporting ist notwendig.

Im Corivus Projektrating wird ein Idealzustand von Projektreporting beschrieben, an dem man sich orientieren kann. Man muss im konkreten Projekt schauen, wie weit man das so hinbekommt: Zum Corivus Projektrating. An der grundsätzlichen Notwendigkeit von Reporting in Projekten besteht allerdings kein Zweifel. ​

Reporting in Projekten dient zur Fortschrittsmessung und internen Steuerung. Die Projektleitung und –Mitarbeiter müssen jederzeit wissen, wo das Projekt steht, wie es vorangeht. Gleichzeitig haben auch Außenstehende Anspruch darauf, informiert zu werden: Stakeholder wie Projektsponsoren und Gremien, die über Fortschritt und Risiken informiert werden wollen.​

Projektreporting ist dazu ein wichtiges Element zur Vertrauensbildung, denn nach Außen ist es die Visitenkarte des Projekts. ​

Wie findet man ein gutes Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen des Reportings?

Oft findet man ein zeitpunktbezogenes Reporting. Besser ist ein kontinuierlichen Reporting, bei dem Metriken und KPIs regelmäßig und ohne großen Aufwand verfügbar sind. So ist man zu jedem Zeitpunkt aussagefähig. Dies kann mithilfe von Tools (z.B. Jira) erleichtert werden, die eine einfache Erfassung und Darstellung von Kennzahlen ermöglichen.​

Pragmatismus spielt in jedem Fall eine große Rolle bei der Gestaltung des Reportings. Je nach Projektfortschritt und den aktuellen Schwerpunkten des Projekts können bestimmte Fokus-Themen genauer betrachtet werden, während andere eher summarisch behandelt werden. Dabei ist es nicht immer notwendig, eine extreme Genauigkeit zu erreichen, sondern es reicht oft aus, einen ausreichenden Grad an Information zu liefern. Oft führt eine zu detaillierte Messung zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand. Eine gewisse Flexibilität und das Festlegen von Meilensteinen können hier eine sinnvolle Alternative sein.​

Insgesamt ist Reporting in Projekten unerlässlich, um den Projektfortschritt zu überwachen, das Projekt zu steuern und die Stakeholder angemessen zu informieren. Es ist wichtig, eine Balance zwischen Aufwand und Nutzen zu finden und pragmatische Ansätze zu verfolgen, um den Reporting-Prozess effektiv zu gestalten.​

Host des Podcasts:
Christian Dürk ist Host des Podcast und Vorstand von Corivus. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Management komplexer IT- und Organisationsprojekte. Sein besonderes Steckenpferd ist der Spagat zwischen kurzfristigem Drehen eines Projekts und seiner langfristigen Organisation – insbesondere einer zukunftsfähigen Personalplanung, die das dauerhafte Funktionieren eines Bereichs sichert.

Möchten Sie uns Feedback geben oder haben Sie eine Frage zum Projektmanagement oder zu Projekten, die wir im Podcast beantworten sollen?
Dann schreiben Sie uns an podcast@corivus.de.

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